SGB auf Facebook

Verein/Chronik PDF Drucken

SG Germania Burgwart Brandenberg/Bergstein 1921/1931 e.V.

Die SG Germania Burgwart entstand durch die Fusion des SV Germania Brandenberg mit dem FC Burgwart Bergstein im Jahre 1977. Der in der Gemeinde Hürtgenwald ansässige Verein spielt seit der Saison 2007/2008 in der Landesliga und zählt damit zu einem der erfolgreichsten Fußballvereine im Kreis Düren.

Neben dem Seniorenbereich wird auch die Nachwuchsarbeit großgeschrieben. Durch eine Spielgemeinschaft mit Hürtgen und Vossenack  ist der Fortbestand der Jugendabteilung gesichert.

Eine Altherren- sowie Ü32-Mannschaft ist ebenfalls für den Verein aktiv.

 

 

Datenblatt:

 

Gründung: Feb. 1921 (SV Germania Brandenberg), 1931 (FC Burgwart Bergstein)

Fusion: 16.06.1977

Vereinsfarben: blau-gelb

Anschrift Sportanlage/m1ARENA: Kallstraße 1, 52393 Hürtgenwald/Bergstein  Anfahrt

Telefon Sportanlage/m1ARENA:
02429/902790

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Internet: www.burgwart.de

Facebook: www.facebook.com/germaniaburgwart

Kontakt: Vorstand, Weiteres

Vereinsregister: Düren 2204002

 

 

 

Die Geschichte der Germania

SV DJK GERMANIA BRANDENBERG 1921

Germania Brandenberg stützt sich, da durch den 2. Weltkrieg vorhandene Unterlagen vernichtet worden sind, auf das Erinnerungsvermögen der noch lebenden Sportskameraden. Im Gespräch mit ihnen werden Erinnerungen wach und Begebenheiten ins Gedächtnis zurückgerufen, die schon fast vergessen waren. Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen, die es zu verfolgen gilt, damit Erinnerungen festgehalten werden und der Nachwelt nicht verloren gehen.

Die Gründung


Unser Verein wird in einem Jahrzehnt gegründet, in dem das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserem Lande nach den schrecklichen Vorkommnissen des l. Weltkrieges wieder zu neuem Glanz erblühte. Zwar waren durch besagten Krieg Verluste zu bezeichnen, doch machte sich schon bald wieder ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Kameradschaft breit. überall half man sich, so daß die Not und das größte Leid in der Bevölkerung gegen Ende der zwanziger Jahre überwunden werden konnte- Verbunden zum Sport, und die Pflege herzlicher Freundschaft, besiedelte auch die Herzen einiger junger Burschen in unserem Ort. Unter den denkbar schwierigsten Bedingungen gründeten sie im Februar des Jahres 1921 den Sportverein Germania Brandenberg DJK. Nichts ließen sie aus, um genügend Gleichgesinnte zu finden, die ihnen bei der Organisation aller nötigen Aufgaben helfen sollten. Daß sie mit ihrem Werben Erfolg hatten, erwies die Tatsache , daß die Gründungsversammlung von 19 Sportskameraden abgehalten wurde. Jene 19 saßen damals im Jägerhof zusammen, um die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten.

Nach der Gründungsversammlung wurde auf einer neuerlichen Sitzung der l. Vorstand des neu gegründeten Vereins gewählt. Schnell war man sich einig über die Verteilung der anfallenden ämter, man sprach folgenden Kameraden uneingeschränktes Vertrauen aus.

l. Vorsitzender Heinrich Thomas
l. Geschäftsführer Heinrich Thomas
l. Kassierer Johann Schlepütz.

Der Spielbetrieb wird aufgenommen

Endlich war es dann soweit. An einem Sonntag des Jahres 1921 um Punkt 14.30 Uhr lief unsere Mannschaft zu ihrem ersten Spiel auf dem Sportplatz ein. Gelbe Hemden, schwarze Hosen und gelbe Stutzen kleideten die jungen Kicker. Als Spielpartner hatte man die schon bekannte und erfahrene Mannschaft von Olympia Zülpich zu Gast. Vom Regen begleitet, nahm das Spiel seinen Lauf und schon nach wenigen Minuten mußten die trotz des miserablen Wetters zahlreich erschienenen Zuschauer feststellen, daß gegen diese Mannschaft einfach nicht zu gewinnen war.
Zu groß war der Unterschied, viel zu gewitzt und technisch gut das Spiel des Gegners. So kam es, daß unser Torwart mehr oder weniger das runde Leder des öfteren hinten im Tor verschwinden sah.

 

 

FC BURGWART BERGSTEIN 1931

1931 - an irgendeinem Abend, als die jungen Burschen des Dorfes wieder einmal in der Runde des damaligen Jünglingsvereins beisammen saßen, schlug die Geburtsstunde des Fußballsportes in Bergstein. Irgend jemand sprach es aus, was vielleicht viele als Wunschtraum schon lange mit sich herumtrugen, nach dem Vorbild der "großen Stadt" und einiger Dörfer im Umkreis, auch den Kampf betonten, dynamischen Fußballsport zu betreiben. Da eine Sportstätte fehlte, wurden die ersten Kämpfe auf den abschüssigen und holprigen Wiesen in der Umgebung des Dorfes ausgetragen. Pfarrer Weisweiler stellte dann bald den Fußballern eine Wiese der Kirchengemeinde am Fuße des Burgberges zur Verfügung.
Wenn auch Bergsteins Fußballer über diesen Fortschritt beglückt waren, so erschien den Gastmannschaften das Spielen auf dem Stolperacker unzumutbar. Kurz entschlossen griffen die Jungen nun zu Hacke und Schaufel und begannen das nach heutigen Begriffen unvorstellbare Werk, den Platz zu ebnen. Mit zwei Loren auf 40 m Feldbahn schoben sie etwa 2000 cbm Felsgestein, das am Burgberg bis auf 2 m Höhe aus dem gewachsenen Felsen heraus gehauen wurde und schütteten es am unteren Ende auf 2 m auf.

Einen Lohn für diese mühevolle Arbeit gab es damals nicht. Pfarrer Weisweiler zahlte zum Ansporn für jede geschobene Lore 10 Pfennig. Dieses Geld ermöglichte dann die Beschaffung der ersten Kluft. "Blau-Weiß" wurden die mit Stolz getragenen Vereinsfarben. Am Tage der Einweihung der neuen Anlage, ein Sommersonntag des Jahres 32, zogen die Sportler im neuen Dress in festlichem Zug durchs Dorf zur Kirche, wo nach dem Festgottesdienst der Pfarrer einen neuen Fußball weihte. Anschließend vollzog Pfarrer Weisweiler den Anstoß zum ersten Spiel gegen die DJK Brandenberg. Wichtiger als der Ausgang dieses Spieles ist die Tatsache, daß bei diesem Anstoß der Herr Pfarrer bei der Kürze und Abschüssigkeit des Geländes fast den ersten Treffer erzielt hätte.

Dieser Platz von 42 mal 70 Meter, auf deren felsigem Grund kaum ein Grashalm Wurzel schlagen konnte, mußte bis 1964 zum Leidwesen aller Gastmannschaften den gesamten Spielbetrieb tragen. Dann erst erstellte die Gemeinde auf den Dören einen neuen großen Platz.

 

Die Fusion

Die Zukunft hat schon begonnen...

Am 16.6.1977 wurde in einer großartigen Gründungsversammlung, auf der auch der Vorsitzende des Fußballkreises Düren, Paul Pikart, herzlich begrüßt wurde, die SG Germania Burgwart in der jetzigen Form geboren.

In der Namensgebung hat man bewußt eine Zweisamkeit darstellen wollen. Es sollte betont werden, daß aus zwei selbständigen Vereinen eine neue Einheit gebildet werden soll. In vielen gemeinsamen und harmonisch verlaufenen Sitzungen der beiden früheren Vorstände wurde ein neues Vorstandskonzept erarbeitet. Gleichzeitig wurden folgende Ziele angestrebt:

1. bessere Jugendarbeit
2. Breitensport
3. noch bessere Ausstattung mit sportlichen Möglichkeiten

-----
Protokoll vom 03.05.1977

Auf Grund der guten Vorbereitung konnte die Gründungsversammlung reibungslos ablaufen.

Durch den Zusammenschluß erlebte die Jugendabteilung einen steilen Aufschwung. Von Beginn der Nachkriegszeit bis Mitte der 70-er Jahre wurde die Jugendarbeit fast ausschließlich vom Verein Burgwart Bergstein im bescheidenen Rahmen durchgeführt. Ab Mitte der 70-er Jahre begann dann auch die Germania Brandenberg mit der Jugendarbeit in den unteren Jahrgängen. Nur durch den Vereinszusammenschluß gelang es. Jugendlichen von der F-Jugend bis hin zur A-Jugend Gelegenheit zu geben, in einem Verein gemeinsam Fußball zu spielen. Heute kann für jede Altersgruppe eine Mannschaft gestellt werden.

Die Tischtennisabteilung von Brandenberg, die schon mehrere Jahre bestand, wurde im Mai 1978 als selbständige Abteilung in die Sportgemeinschaft aufgenommen. Hiermit war der l. Schritt zum Breitensport getan. In den letzten beiden Jahren wurde die Gründung einer Feldtennisabteilung vorbereitet - Mit der Gründung der Feldtennisabteilung, die z. Zt. schon über ca. 80 Mitglieder verfügt, wobei Frauen und Mädchen dem Verein ein ganz neues Gepräge geben, war ein weiterer Schritt in Richtung Breitensport getan.

Auch die Finanzierung für die Tennisplätze ist gesichert, sowie die Grundstücksfrage ist geklärt. An dieser Stelle muß der Gemeinde Hürtgenwald besonders gedankt werden für die großzügige Unterstützung sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in ideeller.

Erstmals wurde im letzten Winter eine Frauengymnastikgruppe ins Leben gerufen, die positiven Anklang fand, und uns ermuntert, auch hier weiter aktiv zu bleiben.

Als ein besonderes Jubiläumsgeschenk seitens der Gemeinde betrachten wir den Neubau des Sportplatzes in Bergstein. Wenn es auch vom Zustand des Platzes her selbstverständlich war, diesen zu erneuern, so darf nicht vergessen werden, daß auf Grund der Situation der öffentlichen Hand dies nicht gewährleistet war.

Desweiteren hat die Gemeinde in Ihrem Investitionsplan den Neubau eines Jugendheims vorgesehen. Dieses Vorhaben ist bereits mit dem Regierungspräsidenten verbindlich abgestimmt.

Damit würde die SG Germania Burgwart über eine Mindestausstattung verfügen, die uns alle anspornen sollte, die gemeinsam gesteckten Ziele unermüdlich weiter zu verfolgen.

Die Betonung liegt hier besonders auf unermüdlich. Man sollte noch eine weitere Eigenschaft hinzufügen, nämlich unbeirrt. Immer wieder gibt es Meinungen , das Rad zurückzudrehen. Damit würde man wieder einen gewaltigen Schritt rückwärts gehen. Vieles, was wir uns noch vorgenommen haben, wäre schlagartig wieder in Frage gestellt.

Besonders die älteren Mitglieder haben die Pflicht, für die gemeinsamen Ziele einzustehen. Unsere Jugend hat schon längst die Barrieren um unsere Ortsteile eingeebnet. Auch in anderen Bereichen ist das ortsbezogene Denken längst überwunden. Zeigen wir den ewig Gestrigen also die Stirn.

-----

Es wird weiter bergauf gehen, und dies soll kein nur so dahingeschriebenes Versprechen sein, sondern der feste Vorsatz, unsere ganze Kraft nur für ein Ziel einzusetzen; dem sportlichen Erfolg und der Kameradschaft, die unserem Verein über die Jahre hinaus geführt hat. Die Jugend wird es uns danken, wenn wir ihr die Möglichkeit geben, einem intakten Verein anzugehören, vielleicht wird auch sie dann einst behaupten können, daß ihre schönsten Jahre dem Sport und damit Germania Burgwart gehört haben. Ein Dankeschön gehört unserer treuen Anhängerschaft. Kein Verein in der näheren Umgebung kann sich mit solchen Zuschauerzahlen rühmen, wie es unser tun kann. Vielen herzlichen Dank, Ihr Getreuen der Blauen und Gelben Farben. Bleibt uns weiterhin treu zur Seite, nehmt mehr denn je teil am Geschehen im Verein, damit das große Opfer derer, die diesen Verein über die Jahre hinweg am Leben erhielten, nicht umsonst gewesen ist. Vielen Dank auch den unzähligen Helfern, Gönnern und Freunden, die in der Annoymitat blieben und nicht genannt werden wollen, weil ihre Meinung nach Namen nichts mit Idealismus und Opferbereitschaft zu tun haben. Für die folgenden Jahre gilt es, große Aufgaben zu lösen, und wir sind sicher, daß mit der Hilfe aller, genau wie bisher, nichts unmöglich bleibt. Brechen wir auf zu neuen Taten, damit unsere Nachkommen einst stolz sein können auf uns.